Stefan Wächter – vom Fliegenfänger zum Held?

von Tom am 7. April 2008 

in 1. Bundesliga

Als Torwart bei einem Abstiegskandidaten hat man es nicht leicht. So stand Stefan Wächter bei Hansa Rostock am Anfang der Saison öffentlich in der Kritik, nur einer wollte dies nicht für wahr haben. Frank Pagelsdorf war fest davon überzeugt, mit Stefan Wächter einen der besten Torhüter der Bundesliga in seinen Reihen zu haben, obwohl dieser beim HSV aussortiert wurde und den Zweikampf mit Sascha Kirschstein. Doch Wächter machte einen Fehler nach dem anderen – das kostete wertvolle Punkte. Pagelsdorf konnte einfach nicht mehr allein an ihm festhalten und rief zu einem Wettbewerb zwischen Hahnel und Wächter auf.


Wächter wirkte immer wie aus einer anderen Welt, so als passte er einfach nicht zum Verein. Es sieht immer so aus, als hätte er eine gewisse Entfernung zum Verein, als kratzten ihn Niederlagen nicht. Er war ruhig, wirkte träge und zeigte im Training nicht so viel Einsatz wie Hahnel. In der Winterpause entschied jedoch konnte er den Zweikampf für sich entscheiden und wurde wieder zur Nummer 1 im Tor ernannt. Und es scheint als tat es ihm gut. Zur Zeit ist Wächter wohl klar Hansas bester Mann auf dem Feld. Schon einige Elfmeter hat er gehalten und zeigte in jedem Spiel Glanzleistungen. Allein gegen Kuranyi konnte er drei Eins-gegen-Eins-Situationen für sich entscheiden.

Stefan Wächter ist für Hansa zur Zeit so wichtig. Sollte es tatsächlich zum Klassenerhalt reichen, wonach es nicht aussieht, könnte zum großen Held avancieren. Er schießt zwar keine Tore, aber er hält die Rostocker jedes Mal im Spiel. Wenigstens eine Entscheidung, die Trainer Frank Pagelsdorf richtig getroffen hat.

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