Unglaublich aber wahr. Schalke 04 trennt sich von vom Trainer Mirko Slomka. Nur einen Tag nach der blamablen Vorstellung der Knappen teilte Andreas Müller mit, den 40-jährigen mit sofortiger Wirkung freizustellen.
Ich kann diese Entscheidung absolut nicht verstehen. Slomka leistet gute Arbeit. Hat Schalke als einziges deutsches Team in das Champions-League Achtelfinale gebracht und dort sogar den FC Porto geschlagen. Nur gegen den FC Barcelona hatten die Schalker das Nachsehen – kein Weltuntergang.
In der Liga bis gestern noch auf Tabellenplatz 2 – nun nach der Pleite in Bremen um einen Platz abgerutscht. Ich glaube, die Erwartungshaltung auf Schalke ist vielleicht ein wenig zu groß. Der Kader ist nicht so stark, um mit den Bayern oder Bremern mitzuhalten. Der dritte oder vierte Platz in der Bundesliga wäre eine gute Position – aber sie wollten es so.
Jetzt kann spekuliert werden, wer nun neuer Coach im Ruhrpott wird. Vielleicht geriet die Trainersuche des HSV somit ein wenig aus der Schusslinie und etliche Trainer, die bereits auf der Liste der Hanseaten waren, werden nun sicherlich mit dem FC Schalke 04 in Verbindung gebracht. Ich bin gespannt.
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{ 4 comments }
Markus 04.13.08 at 15:57
Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum Slomka gehen muss. Insgesamt betrachtet war die Situation für die Schalker doch zufriedenstellend. Die Ansprüche scheinen mir etwas zu hoch zu sein.
Welt Hertha Linke - Hertha BSC Berlin Blog 04.13.08 at 17:56
Foto: Dani3D
Nein, es geht nicht um Mirko Slomka, wirklich nicht. Da schreiben schon andere drüber. Und um den Regierenden aus Berlin zu zitieren: Das ist auch gut so. Ich habe dazu jedenfalls nichts Gescheiteres zu sagen und denke mir: Schuster bleib b
Herr Wieland (Drei Ecken, ein Elfer) 04.13.08 at 19:02
Ich weiß nicht, ob sich sowas gehört, aber ich zitiere mich mal selbst zweimal das gleiche zu schreiben ist schließlich auch Mumpitz:
Außenstehende, Nicht-Schalke-Fans, Leute, die die Spiele des FC Schalke 04 allenfalls in der Sportschau oder der Premiere-Konferenz anschauen, halten diese Situation für völlig absurd. Ihnen kann gesagt werden, dass diejenigen, die sich die Schalke-Spiele dieser Saison angeschaut haben, durchaus Argumente aufführen können, die nicht zu wiederlegen sind.
Schalke zeigte in dieser Saison sehr wenige gute Spiele, eine Reihe durchschnittliche Spiele und eine ganze Menge grauenhafte Spiele. Die Spieleröffnung geht fast immer zu langsam von statten, die Offensive präsentiert sich uninspiriert, ideenlos. Schalke steht für gute Standardsituationen, was vor allem deshalb auffällt, weil Schalke in allen anderen offensiven Belangen so schwach ist; dass Schalke das Ding nicht reinkriegt, das wissen sogar Sportschau-Zuschauer.
Die Defensive funktioniert. Dort spielt Schalke konstant, wohl auch deshalb, weil konstant die selben Spieler ein konstantes System spielen. In der Offensive ist das völlig anders. Mirko Slomka müsste mittlerweile alle möglichen Kombinationen an Spielerzusammensetzungen durch haben, dazu variiert die Formation fast wöchentlich: Zwei zentrale Stürmer, Ein Stoßstürmer mit zwei Aussenstürmern, beide Varianten jeweils mit einem offensiven Mittelfeldspieler, mit drei Mittelfeldspielern auf einer Linie, mit spitzer oder flacher Raute, neuerdings auch mal mit einem hängenden Stürmer und ab und an sogar ohne nominellen zentralen offensiven Mittelfeldspieler. Nichts wirkt gekonnt, eingeübt, immer kommt es einem wie der nächste Test vor, und bislang scheint keine Variante derart überzeugt zu haben, dass sie längere Zeit bestand gehabt hätte.
Als in der Winterpause mit Zé Roberto ein offensiver Mittelfeldspieler und mit Albert Streit und Vicente Sanchez zwei Aussen verpflichtet wurden dachte ich und ich denke es ging vielen Schalkern so dass fortan mit Raute im Mittelfeld, zwei Aussen und einem Stoßstürmer gespielt werden würde. Aber das Gegenteil war der Fall: Fortan spielten Kuranyi und Asamoah zentral, Streit, Sanchez und Zé Roberto wurden so gut wie nie eingesetzt. Stattdessen bekam Peter Lövenkrands immerwieder Einsatzzeiten, obwohl er eine grauenvolle Saison spielt und nichtmal das Wasser trifft, wenn er in einen Teich fällt; und Kuranyi und Asamoah konnten sich ihrer Einsätze trotz äußerst durchschnittlicher Leistungen ebenfalls sicher sein. Da darf sich ein Schalke-Fans schon mal verwundert am Kopf kratzen, und da kann er sich sicher sein, dass hinschauen mehr Informationen liefert als bloßes betrachten der Tabelle.
Dieser Text stammt aus meinem Beitrag Mirko Slomka, den ich gestern, vor dem Bremen-Spiel schrieb. Die heutigen Ereignisse forderten einen Beitrag Mirko Slomka, Teil 2.
cons 04.14.08 at 11:20
immerhin gibt es eine übergangslösung mit youri mulder, sodass erst einmal diese saison noch gut zuende gehen kann. danach wird wohl hans meyer ins visier geraten, falls maniz nicht auftsteigt wird kloppo der aussichtsreichste kandidat sein.
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