Köln weiter nur Karnevalsverein

von Markus am 18. Februar 2007 

in 2. Bundesliga

Hennes spült den Frust runter
Das war ja mal wieder gar nix, was uns die Herren vom 1. FC Köln da am 22. Spieltag gegen den (ehemals) vorletzten Rot-Weiss Essen angeboten haben. Mit sage und schreibe 5:0 (!) haben sich die Geißböcke vom Platz schießen lassen. Keine Gegenwehr, kaum Chancen und brutale Abwehrfehler bestimmten das Spiel der Truppe um Christoph Daum (Nachtrag: Habe mir das Spiel noch einmal angeguckt und musste feststellen, dass das 5:0 von Essen noch viel zu wenig aussagt. Solch eine Arbeitsverweigerung wäre doch selbst Hartz IV-Emfängern peinlich!). Der vermeintliche Messias Daum hat bisher nur wenig aus der durchschnittlichen Zweitliga-Mannschaft (Entschuldigung, dass ich das sagen muss liebe Kölner Fans) herausgekitzelt. Trainerlegende Daum scheint daher bislang ein echter Griff ins Klo für die Vorzeige-Bonzen Meier und Overath gewesen zu sein. Nur laut meckern am Spielfeldrand reicht halt nicht, Christoph! Im Training sind wir ja schon echt innovative Übungen gewohnt, gebracht hat der ganze Spaß bisher leider doch recht wenig. Jetzt müssen doch schon echte Quantensprünge der Trainerkunst her, um den Aufstieg (Ich kann mich kaum halten) noch herbeizuführen.

Aber in deinen Trainings- und Taktikrepertoire finden sich da bestimmt noch einige Schätze aus A-Lizenzlehrgängen. Jedoch mit Sprüchen wie

Andere erziehen ihre Kinder zweisprachig, ich beidfüssig.

reißt du hier keinem mehr vom Leder. Das haben wir schon von ganz anderen Leuten gehört. Da brauchen wir deine blöden Weisheiten auch nicht mehr. So, ich sollte mich beruhigen und wieder sachlicher an die Angelegenheit rangehen. Daher kurz die Fakten: 14. Spieltag: Köln auf Platz 8 – Daum kommt – 22. Spieltag: Köln auf Platz 9. Super, Christoph! Ganz großes Kino. Vielleicht wäre es schlauer gewesen, wenn Herr Daum bei seinen südländischen Freunden geblieben wäre. Die hätten dich selbst jetzt noch jeden Tag gefeiert. Da hättest du dir jeden Tag ne andere Braut aussuchen können, die dich von Kopf bis Fuß verwöhnt.

In der Medienhauptstadt Köln wird man dagegen jeden Tag auseinandergenommen, an dem man nicht die Meisterschaft holt. Aber was ist mit den Spielern? Muss man eigentlich nichts dazu sagen: In der derzeitigen Verfassung nicht zweitligareif – Bad Boy Alpay ist dabei der größte Jeck in der Truppe. Die anderen tanzen auch wie Funkemariechen auf ihrer ersten Prunksitzung. Sorry Köln, den Aufstieg den könnt ihr mit 12 Punkten Rückstand auf Platz 3 mal gehörig vergessen. Damit hat aber endlich das Gelaber von Wiederaufstieg ein Ende – Köln, Fürth und Offenbach – auch in der Saison 2007/2008 alles ein Brei.

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