Ein Bekenntnis zur Bundesliga

von Tom am 29. Februar 2008 

in 1. Bundesliga

Immer wieder locken ausländische Ligen Spieler weg von der Bundesliga. Auch wenn dies nicht all zu oft passiert, waren es vor Allem die beiden Top-Ligen aus Spanien und England, aber auch Italien, die ihre Fühler nach Spielern aus der Bundesliga ausstreckten. Wer war da nicht schon alles im Gespräch? Ob van der Vaart, Diego, Frings, Mertesacker oder Gomez, sie alle wurden mit ausländischen Spitzenklubs in Verbindung gebracht. Meist locken hohe Gehälter oder die Hoffnung nach internationalem Ruhm und Ehre. Verständlich, denn im internationalen Vergleich kann die Bundesliga nicht mithalten. So gilt die Bundesliga für viele nur als Sprungbrett in höhere Regionen. Im Kicker äußerte sich nun Stefan Kießling zu seinem Angebot aus der Premier League.


Der 24-jährige Angreifer hat einen echten Lauf: je 6 Tore und 4 Vorlagen konnte er in Bundesliga und UEFA-Cup zum Erfolg der Werkself beisteuern. Und wer durch Leistung auf sich aufmerksam macht, der gerät schnell ins Visier anderer Vereine. Leverkusen liegt ein Angebot von Tottenham Hotspur vor. Er wäre nicht der erste, der den Sprung in die Premier-League schaffen könnte. Auch Dimitar Berbatov und Andrey Voronin wechselten von Bayer zu Tottenham bzw. Liverpool und konnten sich auf der Insel mehr oder weniger gut durchsetzen. Dann wären da noch Michael Ballack, Jens Lehmann und Dietmar Hamann, die ebenso ihre Karriere in England machten.

Für Kießling gibt also genug positive Beispiele, die ihn zu einem Wechsel ermutigen könnten. Doch er will das gar nicht. Im Interview mit dem Kicker gab er Preis, dass er seine Zukunft in Leverkusen sehe.

Es gibt eine Anfrage, aber mich interessiert das nicht!

Das nenne ich mal ein Bekenntnis zur Bundesliga, und das mit solch einem lockeren Spruch. Statt dem Ruf aus dem Ausland zu folgen, will er mit Leverkusen noch einiges erreichen. Was für ein sympathischer Kerl! Wollen wir hoffen, dass es in Zukunft noch mehrere dieser Spieler gibt, die mit der Bundesliga zufrieden sind und sie international wieder weiter nach vorne bringen.

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