Der Einäugige unter den Blinden

von Markus am 28. Januar 2007 

in 1. Bundesliga, Videobeweis

Wann findet er sein Korn?
Christian Wörns hat es verdient mit mittlerweile fast 35 Jahren im Spätherbst seiner Karriere eine Huldigung zu erfahren, die seinesgleichen sucht. Es ist mir übertragen worden diese ehrenvolle Aufgabe zu erledigen. Geboren wurde Christian Wörns am 10. Mai 1972 in Mannheim als Sohn eines Fernfahrers und einer Diskothekenputzfrau. Erst spät, man munkelt mit acht Jahren, erfuhr der kleine Christian von seiner Liebe für den beliebtesten deutschen Ballsport Fussball. Er wechselte später von Phönix Mannheim zu Waldhof Mannheim. Szenen wie bei der Inquisition spielten sich auf den Straßen Mannheims ab! "Christian, du alte Hüpfdohle, wie kannst du zu Waldhof wechseln? Welche Milchkuh hat dich denn geritten?". Doch Christian Wörns blieb ruhig und feierte im zarten Alter von 17 Jahren sein Bundesliga-Debüt als Abwehrspieler.

Christian Wörns machte sich schnell einen Namen, wechselte zu Bayer Leverkusen, verfiel dem französischen "c’est la vie" in Paris und kehrte nach Deutschland in den Ruhrpott zu Dortmund zurück. Doch die Karriere von Christian Wörns verlief keineswegs barrierefrei. So wurde er beispielsweise 2006 nicht für das deutsche Sommermärchen nominiert. Immer einen lustigen Spruch auf den Lippen, kommentierte dies Christian Wörns folgendermaßen: "Wenn man über deutsche Innenverteidiger spricht, mag es ja sein, dass ich der Einäugige unter den Blinden bin. Dann muß man den Einäugigen zumindest in den WM-Kader aufnehmen."
Christian…du hast ja nicht unrecht, aber wir können doch in der heutigen Zeit, in dieser Neid-Gesellschaft, auch nicht gleich jedes Strichmädchen zur Puffmutti machen. Das wäre auch ungerecht. "Ich kann versprechen, dass ich bis an die Kotzgrenze gehen werde!" Jaja Christian, das reicht mir aber noch lange nicht! "Wieso kommt den der Jens mit, und ich nicht?" Ähh, jetzt halt doch endlich mal den Sabbel Wörns, dein Gemoser ist ja zum Kotzen…

Older post: Boxerkind mit viel Gefühl

Newer post: Hansa-Kogge am sinken?