Bruno Labbadia – Der Herzensbrecher

von Markus am 4. Februar 2007 

in 1. Bundesliga, Legenden

Bielefeld im Blick
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Bruno Labbadia, eine Fussballlegende der 1. und 2. Bundesliga, steht bei den Bossen von Arminia Bielefeld als Nachfolger von Thomas von Heesen zur Zeit hoch im Kurs. Neben ihm werden unter anderem auch Ewald Lienen und Jörn Andersen als Fussballlehrer der Arminia gehandelt. Bruno Labbadia wäre sicherlich eine gute Wahl – wer mit SV Darmstadt 98, ich wiederhole: SV Darmstadt 98, den Aufstieg in die Regionalliga und danach den sofortigen Sprung auf den 5. Tabellenplatz schafft, der ist für höhere Aufgaben bestimmt.

Dies zeichnete sich auch schon während seiner Spielerkarriere ab – Bruno Labbadia ist immerhin bis heute der einzige deutsche Fussballer, der sowohl in der 1. als auch in der 2. Bundesliga mehr als 100 Tore erzielen konnte.

Ein Goalketter also wie er im Bilderbuch Bundesliga steht. Der sohn italienischer Eltern war seiner Zeit als Vollblutstürmer bekannt, der mit seinem Wild-West-Jubel schnell zum “Pistolero von der Alm” aufstieg.

Das wird von den Medien hochsterilisiert.

Unvergessen bleiben auch seine Kölner Zeiten, als der italienische Rassehengst zusammen mit dem seinem kongenialen Sturmpartner Toni Polster sämtlichen Abwehrreihen der Bundesliga das Fürchten beibrachte. Trotzdem, und das ist heute noch so wie damals, ist Bruno Labbadia ein Sympathieträger des deutschen Fussballs. Man muss diesen Spieler einfach gern haben, ob das allerdings auch seine Teamkollegen so sahen bleibt ungewiss. Schliesslich, das ist allseits bekannt, haben die Spielerfrauen der jeweiligen Fussball-Kollegen wohl mehr Zeit mit Bruno verbracht, als mit ihrem eigenen Ehemann. Doch auch das können wir Bruno nur bedingt übel nehmen – jedenfalls wenn er die Arminia aus dem Tal der Tränen wieder herausholt, in dem sie gerade stecken. Bei Frauen jedenfalls gelang dies nicht immer, für jedes gebrochenes Herz schoss Bruno damals ein Tor. Davon sollten sich einige Spieler heutzutage mal eine Scheibe von abschneiden. Dann gäbe es wieder mehr Geburten in Deutschland – und mehr Tore.

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