Was macht eigentlich… Jay-Jay Okocha?

von Torben am 21. August 2009 

in Was macht eigentlich?

Als es noch keine Ronaldos, Kakas und Carsten Janckers auf der Welt gab, wurde ein anderer Name in der Fußballwelt ganz groß geschrieben. Es war der Name eines Mannes, bei dem man gar nicht so genau weiß, warum er diesen Namen überhaupt trägt. Die Rede ist von Augustine Azuka Okocha, besser bekannt als Jay-Jay Okocha. Warum sein erster Vorname klingt, als sei er weiblicher Abstammung, lässt sich im Endeffekt leider nicht mehr ermitteln.

Fakt ist, dass Jay-Jay am 14. August 1973 in Enugu das Licht der Welt erblickte. Enugu ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates in unserem geliebten Land Nigeria. In der Stadt wohnen knapp 650.000 Einwohner und neben Jay-Jay Okocha wurden ebenfalls die weltbekannten Fußballspieler Festus Agu und Solomon Okoronkwo dort geboren. Die Stadt scheint also ein Mekka für Fußballspieler zu sein. Mit stolzen 17 Jahren wechselte Jay-Jay von den Enugu Rangers ins Saarland zum damaligen Drittligsten Borussia Neunkirchen und legte in den folgenden Jahren eine Mordskarriere hin, an denen sich andere Spieler heute noch messen lassen sollten.

In der dritten Liga sorgte Jay-Jay durch seine unglaubliche Ballbeherrschung und seine Dribblings für Furore. Die kleine Stadt war völlig aus dem Häuschen und verscherbelte Jay-Jay zu Eintracht Frankfurt, mit denen er am 26. September 1992 sein Bundesligadebüt feierte. Auch dort sorgte er für Aufsehen, als er sogar Oliver Kahn in seinen jungen Jahren vernaschte und sehenswerte Tore herbeizauberte.

Zusammen mit seinem Busenfreund Anthony Yeboah brach er jedoch einen Streit vom Zaun, wurde entlassen und wechselte zu Fenerbahçe Istanbul. Das Gastspiel dauerte zwei Jahre, ehe Augustine zu Paris St. Germain wechselte. Danach ging es zu den Bolton Wanderers, dann zum Katar SC, zurück in die Premier League zu Hull City und schließlich im Jahre 2008 ins Karriereende. Nebenbei wurde er natürlich in die nigerianische Nationalmannschaft berufen und trieb dort sein Unwesen. Außerdem ist zu erwähnen, dass er mit 73 Spielen im Trikot seiner Nationalelf Rekordspieler ist.

Warum sich Jay-Jay derart in Rage spielen und die Gegenspieler reihenweise verarschen konnte, lässt sich nicht bestimmen. Ich vermute es liegt an dem literweisen Genuss der afrikanischen Wurzel Fockea edulis, die zu enormer Schnelligkeit und Selbstkontrolle geführt hat. Damalige Dopingkontrollen waren noch nicht auf diese besondere Art von Putschmittel aufmerksam geworden und somit konnte Jay-Jay sein munteres Spielchen treiben.

Augustine Azuka Okocha hat sich nach seinem Karriereende dem Anbau und der Züchtung genmanipulierter Wurzeln gewidmet, um neue Fußballstars aus seiner Heimatstadt zu fördern. Es kann aber auch genauso gut sein, dass er, dank seines türkischen Passes, eine Dönerbude in Istanbul betreibt und dort seinen Lebensabend genießt.

Sein Tor gegen Oliver Kahn wurde übrigens zum Tor des Monats und letztlich zum Tor des Jahres 1993 gewählt. Die renommierte Bild-Zeitung titelte damals Jay-Jay tanzt Oko-cha-cha. Wenn Sie damit mal nicht unrecht hatten. Die nachfolgenden Videos sollen den größten Fußballer Nigerias würdigen.

Video 1:

Video 2:

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Markus 08.21.09 at 12:47

Grandios. Er vernascht einfach alle.

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