Preußische Tugenden unter Huub Stevens

von Tom am 14. Februar 2007 

in 1. Bundesliga

Der Holländer Huub Stevens macht in Hamburg das vor, was Froschschenkel-Fresser Didier Deschamps sich für seine Mannschaft Juventus Turin schon lange wünscht. Er ordnet Disziplin an und ahndet Vergehen mit knallharten Strafen, um im Abstiegskampf mit alten deutschen Tugenden zu bestehen. So wurde der Danijel Ljuboja vorerst in die Dümpeltruppe von Karsten Bäron verbannt, weil er Reha- und Pflegetermine nicht einhielt.

Stevens äußerte dazu:
Es geht mir um Ordnung. In unserer Situation brauchen wir Regeln. Wir haben keine Zeit und müssen alles geben.

Dass das Streifenhörnchen mit sage und schreibe 5 (in Worten fünf) Treffern zur Zeit bester Torschütze beim HSV ist, scheint ihn dabei nicht zu stören. Aber warum? Doch der Erfolg vom ersten Heimsieg am 21. Spieltag (!) der Saison gibt Stevens schließlich recht. Ich deute dies auch als eine klare Ansage gegen die Politik von Thomas Doll, unter dem Ljuboja schließlich quasi einen Stammplatz hatte.

Vielleicht darf der Serbe ja in der Regionalliga gegen Borussia Dortmund II ran und findet dort zu seiner (nie dagewesenen) Torgefährlichkeit zurück.

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