Pagel mach die Augen auf, es geht runter!

von Tom am 28. März 2008 

in 1. Bundesliga

“Wenn nicht jetzt, wann dann?” lautete für Hansa das Motto der heutigen Partie gegen Wolfsburg. Wenn man nicht gegen ersatzgeschwächte Wolfsburger gewinnt, gegen wen soll man dann noch Punkten? Denn das Restprogramm sieht nicht gerade leicht aus, fast nur noch Top-Gegner. Gegen die unmittelbaren Konkurrenten hat man bereits mehr oder weniger gepatzt, bleibt einzig das Auswärtsspiel in Cottbus oder in Bochum, um den Punktestand zu erhöhen. Was sich in Rostock aber abspielt, das ist wenig schön.


So war die Elf von Magath ziemlich überlegen, konnte dies aber nicht nutzen um ein Tor zu erzielen. Dann lief die Kugel recht flüssig bei den Hanseaten, aber Torchancen hatte man trotzdem keine. Solche Spiele sieht man nur noch von Hansa, da war es klar, dass das auch mal in die Hose geht. Das 0:1 für den VfL war nur gerecht und vielleicht endlich das Zeichen für Rostock, dass sich was tun muss. Denn diese ständigen Unentschieden sind der schleichende Tod, zu sehen war das schon beim HSV in der Hinrunde der letzten Saison. Nicht oft verloren und trotzdem ganz unten in der Tabelle zu finden.

Was die Rostocker Akteure da auf dem Platz machen frage ich mich im Ernst. Und noch mehr frage ich mich, was Pagelsdorf macht, denn aus Schwächen scheint man nicht zu lernen, Zufriedenheit mit den schlechten Spielen war dennoch gegenwärtig. Seit Wochen steht ein Dexter Langen neben sich, macht entscheidende Fehler, die zu Toren führen, wie heute gegen Wolfsburg oder aber gegen die Bayern. Stattdessen schafft man sich eine neue Frisur an, vielleicht sollte das ja helfen. Oder ein Enrico Kern ist alles andere als torgefährlich und lässt alles vermissen, was ein Stürmer braucht. Dass Premiere ihm nach dem heutigen Spiel 2 Torschüsse auf die Fahne schreibt ist schon sehr großzügig. Rückpässe träfe es besser. Und was macht ein Regis Dorn? Warum wird der immer wieder eingewechselt? Der Franzose scheint nur eine Geschwindigkeit laufen zu können. Steilen Pässen in den Raum läuft er genau so schnell hinterher wie wenn er bei einem Abstoß der Gegner zurück läuft. Man vermisst jeglichen Kampf, den er als frischer eingewechselter Spieler mitbringen sollte. Meine Frage an den Trainer: Warum wechselt man immer wieder die gleichen Schwachmaten ein, wenn man doch genau weiß, dass die nichts bringen? Immer das gleiche, Woche für Woche.

Und wenn ich dann noch lese, dass ein Transfer von Robert Lechleiter an die Ostsee angeblich perfekt sein soll, dann wird mir ganz schlecht. Ein Wunschspieler von Pagelsdorf: in vier Zweitligajahren 11 Treffer, ein Stürmer wie er im Buche stand. Traurig aber wahr, ich sehe schwarz für Hansa. So geht die Kogge unter!

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