Mark van Bommel lernt es einfach nicht – Sperre droht trotz gelb-rot

von Tom am 26. Februar 2008 

in 1. Bundesliga

Das gestrige Spiel zwischen Bayern München und dem Hamburger SV war, sagen wir mal interessant. Nach einer eher langweiligen ersten Halbzeit wurde das Spiel in der zweiten Hälfte schneller, hitziger und hektischer. Nicht wirklich schön, aber es gab immer was zu sehen. Und zum Spiel passte dann auch, dass Mark van Bommel rückfällig wurde. Erst vier gelbe Karten hatte er bis zu diesem Zeitpunkt in der laufenden Saison kassiert. Völlig unnötigerweise gab er den Ball nicht an den HSV heraus, damit dieser Einwerfen kann. Auch wenn es sich scheinbar um eine Fehlentscheidung handelte, das ist unsportlich – gelbe Karte!


Und dann setzt er noch einen drauf, höhnischer Applaus. Auch das gibt gelb, das ist gängige Praxis in der Bundesliga. Der Holländer fliegt vom Platz. Was der Schiedsrichter allerdings nicht sah war die “obszöne Geste” von van Bommel, wie es danach so schön auf Premiere hieß.

Ich frage mich, was in dem Typen vor geht? Sicherlich hat er dem Spiel dadurch nicht mehr geschadet, schließlich war das Match fast vorbei. Aber gerade das macht es doch noch ärgerlicher. Warum muss man sich kurz vor Schluss so unprofessionell verhalten? Und das als Spieler von Bayern München. Van Bommel lernt es einfach nicht mehr. Er wird seine Ausbrüche wohl nie abstellen können.

Für mich ist klar: der Wiederholungstäter van Bommel muss dafür zusätzlich gesperrt werden, da Schiri Lutz Wagner seine Geste nicht gesehen haben kann, keine Tatsachenentscheidung also. Da hilft es auch nichts wenn Herr Hoeneß die Szene nicht gesehen haben will. Oder lag hier etwa mal wieder eine natürliche Körperbewegung vor?

Update: Laut diversen Quellen ermittelt der Kontrollausschuss des DFB nun tatsächlich gegen Mark van Bommel, da laut Spielbericht von Lutz Wagner die Gelb-Rote für das Applaudieren gegeben wurde und er die obszöne Geste nicht gesehen habe. Zusätzlich zur Sperre der gelb-roten Karte droht nun eine Strafe wegen “krass sportwidrigen Verhaltens”.

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