Jogi Löw muss zum Psychiater

von Markus am 28. März 2007 

in Adler auf der Brust

Bundestrainer Jogi Löw hat nach der WM 2006 im eigenen Land wohl monatelang unter psychischen Belastungen gelitten. Nach eigenen Aussagen habe er “einen hohen Preis für diese WM bezahlt”. Er habe einen externen Coach, unser eins nennt sowas gerne mal Seelenklempner, zu Rate gezogen, der ihm geholfen habe wieder “auf mich selbst zu blicken”.

Man fragt sich, warum man gewisse Dinge nicht bewusster wahrgenommen hat, im sportlichen aber auch im zwischenmenschlichen Bereich? Warum man oft nicht genießen konnte, die Siege zum Beispiel, die Stimmung?

Der hohe Druck der Öffentlichkeit, aber auch die sehr enge emotionale Bindung zu den Trainerkollegen und Spielern, haben den Druck während dieser Fussballfeiertage enorm erhöht und die Belastungen immens hoch werden lassen.

Aber Joachim Löw scheint an dieser Situation als Trainer auch gewachsen zu sein.

Es reicht nicht, den Spielern zu sagen, was sie zu tun haben, sie wollen wissen, warum sie es tun sollen. Und sie haben ein gutes Recht, das zu erfahren.

Ob das die Spieler schneller laufen lässt, das bleibt jedoch fraglich. Vielleicht nehmen die Spieler jetzt durch diese genauen Hintergrundinformationen den direkten Weg auf Ball und Mann. In der Vergangenheit erinnerte ja so manches Spiel der Nationalmannschaft eher an die Laufwege eines aufgescheuchten Hühnerhaufens.

Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein, wie das Spiel gegen die Topauswahl Tschechiens eindrucksvoll bewiesen hat. Aus dem einstigen Hühnerhaufen ist ein schöner Schwan geworden – hoffen wir, dass es so bleibt. Der heutige Abend wird zeigen, ob auch “Perspektivspieler” die Weisungen des wiedererstarkten Bundestrainers Folge leisten können. Ich bin guter Dinge – Trochowski knipst heute Abend doppelt.


Quelle:
Sportgate.de



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