Die Torwartfrage der Nationalelf klaert sich von selbst

von Tom am 7. März 2008 

in Allgemeines

Eine elendig lange Diskussion um die Torwartfrage der Nationalelf ist zu Beginn der Rückrunde ausgebrochen. Alle möglichen deutschen Keeper und Vereine meldeten Anspruch auf darauf an, den Nationaltorwart zu stellen. Objektiv betrachtet war das natürlich unsinnig, weil nicht jeder der genannten Tormänner die gleiche Leistung zeigte. Ginge es nach dem Papier, stünde Adler im Tor. Doch das Luxusproblem scheint sich allmählich fast von selbst zu lösen.


Nichtsdestotrotz gibt es in er Nationalelf andere Themen, die viel wichtiger sind. Durch viele Verletzungen und ständige Rotation hat Jogi Löw noch keine Stammelf gefunden. Spiel für Spiel tritt die Deutschland mit veränderter Abwehr, Mittelfeld und Sturm an. Wenn man die EM gewinnen will, dann muss sich langsam ein Team einspielen. Da ist doch der Torwart das geringste Übel, denn da haben wir viele gute und können beruhigt einen beliebigen der vielen Anwärter auswählen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Da wird sich schon wieder ein Problem geschaffen, wo gar keines ist. Und die wichtigen Fragen werden vergessen.

Jedenfalls gibt es einen, nach meiner Meinung sogar zwei, die seit gestern nicht mehr zum erweiterten Kreis der Anwärter auf die Position im Tor gehören dürften. Tim Wiese ist einfach mal raus, nach den beiden schlimmen Patzern im Spiel gegen die Rangers möchte sich Wiese sicher am liebsten verstecken. Aber keiner wird mehr fordern, dass er den Adler auf der Brust trägt.

Für mich gehört ebenso wenig Rost zu den Kandidaten. Wer hat den eigentlich ins Gespräch gebracht? Rost ist für mich ein solider Torwart und auf jeden Fall ein wichtiger Führungsspieler, allerdings ohne herausragende Fähigkeiten im Tor. Auch er zeigte im gestrigen Spiel gegen Leverkusen desöfteren Schwächen auf, ließ Bälle abprallen und auch das Tor von Gekas wäre haltbar gewesen, der Ball schlug fast direkt über ihm in den Kasten ein. Damit sind für mich zwei weitere Kandidaten aus dem Rennen. Und auch alle anderen sollten es sein, denn die Schwächen haben wir woanders.

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