Die Binde über den Platz tragen

von Tom am 24. März 2008 

in 1. Bundesliga

Kapitänsbinde
Oder wie könnte man noch die Tätigkeit nennen, die sich Enrico Kern immer öfter zu eigen macht? Fußball, besser noch Bundesliga-Fußball, kann man sein gestümpere jedoch nicht nennen. Technisch beschlagen wie er ist, lässt er jedes Zuspiel zum Gegner abprallen. Dank seiner Schnelligkeit läuft er jedem Kind davon und wenn er gegen den Ball tritt, schießt, rollt die Kugel mit rasender Geschwindigkeit von Grashalm zu Grashalm. In 23 Spielen nur einmal ausgewechselt, trotzdem hat er gerade mal 6 mal getroffen, davon ein Elfmeter und 3 Tore gegen Cottbus. Unfassbar!


Was Kern auf dem Platz macht frag ich mich immer wieder. Ihm fehlt einfach alles, was ein Stürmer braucht. Schusstechnik gleich null, ein nicht vorhandener Antritt, technisch auf Oberliganiveau und vor Allem kein Zug zum Tor. Man vermisst bei ihm jeglichen Willen, ein Tor zu erzielen. Bieten sich Möglichkeiten nach vorne, so dreht er lieber um und spielt zurück. Außerdem steht Herr Kern zu gerne am Mittelkreis rum, während die Mannschaft krampfhaft versucht, ein Spiel nach vorne aufzubauen.

Das einzige was ihn auszeichnet ist, dass er der einzige Rostocker ist, der auf dem Feld auch mal den Mund aufmacht. Und er geht auch mal dazwischen, stimmt. Und was ihm wirklich liegt ist die Seitenwahl, mischt er dabei doch wirklich auf Bundesliganiveau mit. Aber was macht der Typ im Sturm? Ich finde Pagel sollte Kern mal in die Abwehr stellen statt ihn nur die Kapitänsbinde über den Platz tragen zu lassen. Dafür kann er im Angriff einen Stürmer einsetzen. Aber nicht Regis Dorn!

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