Der DFB hat mal wieder die Hosen voll

von Markus am 13. Februar 2007 

in 1. Bundesliga

Hat “irgendwas” gesehen
Mal wieder hat Doktor Fussball den deutschen Fussball und die Fans vor einen riesengroßen Sauerei bewahrt. Nach Veröffentlichung und Aufklärung des Schwalben-Skandals um den Iraner Mehdi Mahdavikia, sah der DFB anscheinend keine andere Möglichkeit, als sich so schnell wie möglich aus dieser Angelegenheit zurückzuziehen. Mahdavikia sollte wie ein kleiner Schuljunge schriftlich Stellung nehmen, warum er Roman Weidenfeller im Strafraum in die Arme fiel, um dessen Lolli zu klauen. Das Presseecho bei einer etwaiigen Verurteilung von Mahdavikia wäre immens gewesen. Schade eigentlich, die brauchen mal wieder “richtig auf die Fresse”.

Grund für den feigen Rückzug des DFB war angeblich die Aussage des Schiedsrichters Lutz Wagner, der eine Berührung des Fußes von Mahdavikia durch die Hand von Borussia Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller beobachtet hatte. Das Ganze schließe “… eine nachträgliche Ahndung eines etwaigen Sich-Fallen-Lassens Mahdavikias als krass sportwidriges Verhalten aus.” Bleibt unkommentiert – typischer DFB-Satz. Jeder Politiker hätte es nicht besser machen können.
Eigenlob stinkt eigentlich – aber der deutsche Fussball kann sich echt glücklich schätzen, dass Aufklärer wie ich (mein Vorbild ist übrigens Immanuel Kant * 22. April 1724 in Königsberg; † 12. Februar 1804 ebenda) noch existieren. In diesem Sinne “Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!” – gegen die Willkür, gegen den DFB!

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