Bundesligatrainer – Zuckerbrot oder Peitsche?

von Markus am 14. März 2007 

in Forschung

Ich habe lange keine “richtige” Analyse mehr gemacht. Die derzeitigen Veränderungen bei Borussia Dortmund haben mich jedoch nachdenklich gemacht. Sollte ein Bundesligatrainer eher der Kumpeltyp oder doch der disziplinierte Schleifer sein? Womit hat man heutzutage mehr Erfolg? Die wichtigsten Pro- und Kontraargumente kurz im Überblick:

Pro Kumpeltyp

  • Mit Kumpeln geht man gerne einen Trinken
    Das erhöht natürlich die Geselligkeit in der Mannschaft. Am nächsten Tag hängt man dann förmlich an den Lippen des Trainers.
  • Männerfreundschaften halten ewig
    Volker Finke und sein Team zum Beispiel – die sind unzertrennlich. Und wenn Freiburg doch noch durch ein Wunder den Aufstieg schafft, dann bleibt der alte Mann auch noch länger.
  • Kommen bei Fans einfach besser an
    Beispiel Jürgen Klopp: Diesen Mann möchte einfach niemand mehr beim Karnevalsverein missen!


Pro Schleifer

  • Schleifer lassen sich nicht auf der Nase rumtanzen
    Wenn da ein Jungspund nicht in der Reihe tanzt, der kriegt direkt auf die Nase.
  • Schleifer bleiben auch im Abstiegskampf ruhig
    Gerade diese Gabe scheint momentan essentiell zu sein. Typen wie Jürgen Röber kann da keiner gebrauchen.
  • Qualität kommt von Quälen
    Und in einem gesunden Körper steckt ein gesunder Geist, das wusste nicht nur Felix Magath, das sieht man auch jeden Tag beim Blick auf die Tabelle.

{ 2 comments }

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Jens 03.14.07 at 12:21

Die FAZ.net hat auch einen sehr guten Artikel geschrieben.

Leider kann ich hier in den Kommentaren keine URLs einbinden…

*Die Bundesliga wird Jürgen Röber nicht sehr vermissen. Deswegen ist die Gelegenheit günstig, sich noch einmal an ihn und den Trainertypus, den er verkörpert, zu erinnern. Zum Abschied hat Röber seine Sicht auf die Bundesliga von heute präsentiert. Man kann, um in der Fußballsprache zu bleiben, auch sagen: Er hat nachgetreten, ziemlich plump und ungeschickt.*

Ich denke das trifft es richtig gut…

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Tom 03.14.07 at 18:02

Ganz netter Artikel von der FAZ, danke für den Hinweis!

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