Bundes-Berti und seine Partymäuse

von Markus am 27. März 2007 

in International

Trainer-Urgestein und ehemaliger Chef-Analytiker des DSF Berti Vogts gewann mit seinen “Super-Eagles” aus Nigeria keineswegs überzeugend mit 1:0 gegen Uganda. Vor 30000 jubelnden Fans zeigte die Elf von Hans-Hubert Vogts eine eher durchwachsene Leistung. Nwankwo Kanu vom FC Portsmouth bescherte dem 60-Jährigen einen glücklichen Einstand vor ungewohnter Kulisse. Ein Tor der Gäste kurz vor dem Ende der Partie ließ der senegalesische Schiedsrichter Diatta Badara nicht gelten – der erste Sieg für Berti war eingefahren.

Die katastrophalen Platzverhältnisse ließ Berti nur teilweise als Ausrede gelten.

Da wollte jeder nur zaubern. So kann man nicht bestehen. Topspieler brauchen eben auch einen Topplatz. Ich bin heilfroh, dass sich hier keiner die Ohren gebrochen hat.

Ja, Berti – da kannst du wirklich von Glück sprechen. Von Ohrbrüchen wegen schlechten Platzverhältnissen hört man ja öfter mal in der Presse. Eine Verletzung, die bei Weltfussballern immer mehr an Bedeutung gewinnt. Darüber hinaus wurde das Spiel auf Wunsch des Terriers erst eine Stunde später angepfiffen. Seine Spieler seien die unmenschlichen Temperaturverhältnisse nicht gewohnt. Kein Kommentar hierzu.

Aber nun zurück zum Spiel. Während Spieler wie Kanu bei ihren europäischen Vereinen häufig Stammspieler und Stützen der Mannschaft sind, können sie in der Nationalmannschaft regelmäßig ihr Leistungspotential nicht abrufen. Da wird dann in der Heimat schon mal gerne mit alten Freunden einer gehoben, das kommende Länderspiel steht dann hinter Schnaps und Prostituierten nur noch an dritter Stelle. Wichtigste Aufgabe für Berti, Icke und Uli ist daher erstmal den Schlendrian aus den Köpfen der Spieler zu vertreiben. Der Terrier alter Tage sollte damit keine Probleme haben – Disziplin ist Bertis zweiter Vorname. Hoffen wir nur, dass sein Assistent und Ex-Nationalcoach Eguavoen alles korrekt übersetzt – dann kann es auch mit dem Wiederaufstieg in glorreichere Zeiten etwas werden.

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