Boubacar Sanogo aka. Bruno der Problembär!

von André am 8. Februar 2007 

in 1. Bundesliga, Forschung

Sanogo: Er ist es wirklich!
Boubacar Sanogo, vor der Saison die Sturmhoffnung des HSV. Namen wie Baros, Farfan oder Olivera machten an der Alster die Runde. Am Ende hieß der Stürmerstar allerdings Sanogo. Die Fans wussten nicht so recht, was sie davon halten sollten. Doch nachdem der 1,87 cm große Ivorer in den ersten 4 Pflichtspielen jeweils ein Tor schoss und durchaus zu überzeugen wusste, war der neue Held im Hamburger Angriff geboren. Die Zeiten änderten sich, Bouba verschoss am 6. Spieltag einen Elfmeter – gegen seinen jetzigen Teamkollegen Frank Rost. Seitdem ist der Basketballfan in der Bundesliga ohne Torerfolg geblieben. Frank Rost brach dem Knipser a.D. quasi das Genick. Seit nun fast 1000 Minuten wildert Sanogo durch die Strafräume der Bundesliga und ähnelt bei seinen Aktionen eher dem Problembären als einem Bundesligaangreifer.

Die Vergleiche zum Problembären sind unglaublich. Bruno der Bär erbeutete Haus- und Nutztiere, zerlegte sie und brachte ganz Deutschland durcheinander und wurde schlussendlich als Bedrohung für die Menschen eingestuft und zum Abschuss freigegeben. Doch wo sind die Gemeinsamkeiten zu Boubacar Sanogo.

Ganz einfach:
Boubacar schleicht ähnlich unsichtbar durch die Stadien Deutschlands und hinterlässt unglaublichen Schaden. Der Rasen ist nach dem Spiel kaum noch als solcher zu erkennen, Querbalken und Pfosten sind beschädigt, er verschuldet Gegentore, weil er zu schwer ist um zum Kopfballduell hochzuspringen, er schießt über, neben und unter dem Tor durch, aber nie ins Tor hinein – zu guter letzt steht er auch noch im Weg, wenn Teamkollegen den Siegtreffer markieren wollen. Doch wir haben den Fall aufgedeckt. Joris Mathijsen, Abwehrspieler des HSV, wollte gar nicht ins Tor schießen, er wollte dem Spuck ein Ende bereiten, er wollte das die Niederlagen aufhören, er wollte ihn aus dem Weg räumen, wegpusten, abballern, zermürben. Er wollte den komischen Menschen aus seinem Team abschießen, so wie es Deutschland von einem erwartet, wenn ein Problembär durch das Land tobt. Der Niederländer hat die Aktion von langer Hand geplant und in der 85. Minute am vergangenem Samstag zugeschlagen. Doch leider ist der schwarze Bär nicht seinen Schussverletzungen erlegen, er ist getaumelt wie Axel Schulz in seinem letzten Kampf und wird nun weiter wildern, weiter dem HSV im Weg stehen, die Tore verhindern, Tore verschulden und wie so oft, über das Tor schießen.
Doktor Fußball hat einen Bitte an die Spieler dieser Liga: Der erste Profi, der den Bären erledigt, bekommt einen Sixpack Bier – Egal wie wir Boubacar bekommen, tot oder lebendig, auf der Trage oder im Rollstuhl. Ballert was das Zeug hält, grätscht, schlagt und provoziert ihn, damit Deutschland wieder in Ruhe Bundesliga gucken kann.

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Die Flop-Elf des 28. Spieltages | Doktor Fußball
09.12.09 um 09:29

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Doktor Fussball | Die verbale Blutgrätsche 04.10.07 at 14:09

Wir haben eine kleine neue Rubrik – die schlechteste Elf des Spieltages. Das Ergebnis ist nach diesem Wochenende eindeutig. In der Flop-11 des Tages finden sich 9 Spieler von Bayer Leverkusen und dem Hamburger SV wieder. Wer vor heimischer Kulisse zur Hal

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Doktor Fussball | Die verbale Blutgrätsche 04.24.07 at 19:36

Die Bundesligasaison 2006/2007 ist noch gar nicht ganz zu Ende – für mich stehen allerdings schon die Gewinner und Verlierer der bisherigen Saison fest. Wer sich besonders hervortat und wer die Berufsbezeichnung Bundesligafussballer eigentloch gar nicht v

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d.r.g. 07.06.07 at 15:43

satire (ich hoffe es) der untersten schublade.. nicht witzig!

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